
Entwicklung der Kooperationsstelle
Bereits in den achtziger Jahren gab es gemeinsame Aktivitäten, wie Ringvorlesungen, Bildungsurlaubsseminare und Lehrveranstaltungen. Diese mündeten 1988 in einen ersten Kooperationsvertrag zwischen Gewerkschaften und der TH Darmstadt. Als Aufgabe der Kooperationsstelle war darin formuliert:
„die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmerschaft und Wissenschaft in speziell die Arbeitnehmerschaft interessierenden Fragestellungen unter Berücksichtigung der Freiheit von Forschung und Lehre“.
1994 nahm der Arbeitskreis THD/DGB unter Leitung des damaligen Kanzlers der TH, Prof. Dr. Hanns H. Seidler, und dem damaligen DGB-Kreisvorsitzenden Walter Hoffmann (Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt von 2005 bis 2011), seine Arbeit auf. Dieser Arbeitskreis begleitete als Projektbeirat das Modellprojekt „Kooperation Hochschule – Gewerkschaften in der Region Starkenburg/Südhessen“, das gewerkschaftliche Kooperationsstellen an anderen Hochschulstandorten zum Vorbild hatte. Es wurde von der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziell unterstützt und von der TH Darmstadt, dem DGB Kreis Starkenburg, der Technologieberatungsstelle des DGB Hessen und dem Verein Transfer e.V. getragen.
Im Rahmen des Modellprojekts wurde die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt in Darmstadt, unter Leitung von Dr. Wolfgang Schäfer-Klug, eingerichtet. Dieser war von 1999 bis 2000 dort tätig. Neben seiner Pionierarbeit als erster Leiter der Kooperationsstelle Darmstadt beschäftigte sich Wolfgang Schäfer-Klug u.a. damit, Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften in ihrem Übergang zur Arbeitswelt zu unterstützen sowie als Kooperationspartner des "Netzwerks innovative Ingenieurausbildung" auch den Darmstädter Hochschulen entsprechende Impulse zu vermitteln.
Im Oktober 2000 wurde ein neuer Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Voraussetzungen für die heutige Form der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt legte. (siehe Träger der Kooperationsstelle)
Von 2001 bis 2006 leitete Andrea Baukrowitz die Kooperationsstelle. Sie thematisierte vor allem Arbeit und Weiterbildung in der IT-Branche sowie gesellschaftliche Begleiterscheinungen der Informatisierung der Arbeit. In diesem Zusammenhang organisierte sie gemeinsam mit der IG Metall eine Veranstaltungsreihe über Aufgaben und Perspektiven von Gewerkschaften „über den Tag hinaus".
Ihr folgte Martin Sperber-Tertsunen, der in den Jahren 2005 bis 2007 die Studierendenarbeit der Gewerkschaften forcierte (Campus Office), zum Thema "Flexibilität und Prekarität" mit dem gleichnamigen Lehrforschungsprojekt an der TUD kooperierte und ein Projekt unterstützte, das sich die Erhebung des Weiterbildungsbedarfs von Unternehmen in Südhessen zum Ziel gesetzt hatte.
Danach übernahm Frau Mascha Will-Zocholl kommissarisch die Geschäftsführung der Kooperationsstelle. Sie war zuvor seit 2003 in der Kooperationsstelle unter der Leitung von Andrea Baukrowitz und Martin Sperber-Tertsunen beschäftigt. In dieser Zeit war sie mitverantwortlich für die Ausschreibungen der Studienpreise, sowie für die Konzeption und Organisation von Tagungen und Weiterbildungen.
Im März 2009 nahmen Dr.-Ing. Karin Diegelmann und Dr. phil. Jörg Schröder die Arbeit auf. Herr Schröder promovierte als Diplom-Motologe zum Thema "Der flexible Mensch und sein Leib". Sein Schwerpunkt in der KoWA lag im Bereich gesundheitlicher Präventionsarbeit (z.B. Stressbewältigung und Entspannung). Er betreute zudem das Campus Office und führte Lektüreseminare zum Kapital von Karl Marx durch. Er schied zum 31.12.2010 aus.
Seit Mai 2011 arbeitet Thomas Balzer (M.A.) zusammen mit Karin Diegelmann in der Kooperationsstelle.