
Soziale Gerechtigkeit – Technologie – Bildung
Am 13.05.2009 wurde zum zweiten Mal nach 2005 der Studienpreis der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt verliehen. Ausgezeichnet wurden drei Studierende für Ihre Arbeiten, die auf den Wandel der Arbeitswelt mit dessen Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Folgen blicken, sie analysieren und Lösungsansätze entwickeln.
Bildung und Wissen gewinnen für die individuelle Beschäftigungsfähigkeit und für die Wirtschaft auch aufgrund des Fachkräftemangels immens an Bedeutung. Das Bildungssystem selbst steckt in einer Umbruchphase, wofür Bologna-Prozess und Europäischer Qualifikationsrahmen als Stichworte stehen. Ungleiche Bildungschancen, vielfältige Formen prekärer Beschäftigung und mangelnde Beteiligung der Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen kennzeichnen die zunehmende soziale Spaltung in der Gesellschaft.
Welche wirtschaftlichen, technologischen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen prägen diese Entwicklungen? Welche Folgen ergeben sich z.B. für Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Arbeitsschutz und Mitbestimmung? Wie kann „Gute Arbeit“ mit fairen Arbeitsbedingungen und sozialer Gerechtigkeit gestaltet werden? Welche Chancen und Risiken liegen in innovativen Technologien? Welche Qualifikationen und Kompetenzen brauchen die Menschen, um dauerhaft mit dem Wandel Schritt halten zu können?
Beim Studienpreis 2009 vergab die Jury um Jürgen Planert (DGB Südhessen), Prof. Dr. Josef Rützel und Prof. Dr. Hans-Jürgen Zubrod, einen ersten Platz (€ 1.500,--) und zwei zweite Plätze (je € 250,--). Im feierlichen Rahmen der Bibliothek des Lichtenberg-Hauses verliehen die Präsidentin der hda Frau Professor Dr. Overbeck-Larisch und der Kanzler der TU Darmstadt Dr. Manfred Efinger die Auszeichnungen vor.
Preisträgerinnen und Preisträger:

Preisträgerin Annette Albert und Prof. Dr. Rudi Schmiede

Foto: Ausstellung der Urkunden für die Preisverleihung
Von links nach rechts: Mascha Will-Zocholl, Dr. Manfred Efinger (Kanzler der TUD), Dr. Jörg Schröder, Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch (Präsidentin der h-da), Dr. Karin Diegelmann.